(New York) – Weltweit leuchten am 10. Dezember Wahrzeichen in strahlendem Blau, um den Tag der Menschenrechte und den 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zu feiern, so Human Rights Watch heute. Von New York bis Frankfurt und von München bis Santiago wird dadurch ein Zeichen für die Menschenwürde gesetzt, die durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte geschützt wird und an deren Verteidigung Human Rights Watch täglich arbeitet.  

“Wir leben in schwierigen Zeiten für die Menschenrechte. Aber während Autokraten Schlagzeilen machen, bildet sich auch starker Widerstand,” sagte Kenneth Roth, Executive Director von Human Rights Watch. “Wir sind stolz darauf, eine führende Rolle dabei zu spielen, die Menschenrechte und die damit verbundenen Werte, wie Würde und Gerechtigkeit, zu verteidigen.“

Jedes Jahr wird am 10. Dezember in der ganzen Welt die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Jahr 1948 gefeiert. Dieser Meilenstein der internationalen Politik steht für ein Leben in Würde und Freiheit, ohne Sklaverei und Folter, für Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit, für das Recht auf Arbeit und Bildung und für viele weitere Rechte, die jedem Menschen, frei von Diskriminierung, zustehen.

Seit 2013 wird das weltberühmte Empire State Building in New York – in dem auch der Hauptsitz von Human Rights Watch ist – in dem blauen Farbton der Organisation angestrahlt, um auf den Tag der Menschenrechte aufmerksam zu machen. In Deutschland wird dieses Jahr durch die Unterstützung der Komitees von Human Rights Watch die Paulskirche in Frankfurt und das Tollwood-Festival in München blau beleuchtet. Die Paulskirche ist ein Symbol für die Demokratiebewegung in Deutschland; das Kulturfestival Tollwood steht für Toleranz, Internationalität und Offenheit.

Weltweit werden die folgenden Wahrzeichen zu Ehren der Menschenrechte beleuchtet:

  • 3D Toronto Sign, Toronto (Kanada)
  • BC Place Stadium, Vancouver (Kanada)
  • Beirut Nationalmuseum, Beirut (Lebanon)
  • Rathaus und Grand Place, Brüssel (Belgien)
  • CN Tower, Toronto (Kanada)
  • Außenministerium, Kopenhagen (Dänemark)
  • Empire State Building, New York (USA)
  • Flinders Street Station, Melbourne (Australien)
  • Gran Torre Santiago, Santiago (Chile)
  • International Towers, Barangaroo, Sydney (Australien)
  • Jet d’Eau, Genf (Schweiz)
  • John Hancock Center, Chicago (USA)
  • Außenministerium, Doha (Katar)
  • Innenministerium, Doha (Katar)
  • Montréal Tower, Montréal (Kanada)
  • Museum für Islamische Kunst, Doha (Katar)  
  • Paulskirche, Frankfurt (Deutschland)
  • Friedenspalast, Den Haag (Niederlande)
  • Qatar Foundation, Doha (Katar) 
  • San Francisco Rathaus, San Francisco (USA)
  • Sheraton Grand Doha Resort & Convention Hotel, Doha (Katar)
  • Somerset House, London (Großbritannien)
  • State Library of NSW, Sydney (Australien)
  • The Capital Wheel, Washington DC (USA)
  • The Coca-Cola London Eye, London (Großbritannien)
  • The Freedom Tower, Miami Dade College, Miami (USA)
  • Tollwood Festival, München (Deutschland)
  • Vancouver Convention Centre, Vancouver (Kanada)

Human Rights Watch ist eine unabhängige, internationale Menschenrechtsorganisation, die 1978 gegründet wurde. Sie steht für die unparteiische Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen und gezielte Advocacy-Arbeit, oft in Kooperation mit Aktivisten vor Ort. Dadurch soll die Lage der Betroffenen verbessert und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Weltweit arbeiten 480 Mitarbeiter daran, die Menschenrechte zu schützen. Human Rights Watch akzeptiert keinerlei Regierungsgelder.

„Berühmte Wahrzeichen zum Strahlen zu bringen, dies ist ein kraftvolles Zeichen: Werte wie Freiheit und Würde, die hinter dem Anliegen der Menschenrechtsbewegung stehen, leuchten weiter hell,“ so  Roth. “Es ist ein Aufruf, aktiv zu werden. Auch in düsteren Zeiten brauchen die Verteidiger von Menschenrechten, von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit alle Unterstützung. Dieser Kampf ist es wert, ausgetragen zu werden.“