Der kongolesische Menschenrechtler Abbé Benoît Kinalegu, den Human Rights Watch bei den „Stimmen für Gerechtigkeit“-Dinnern 2013 ehren wird.

© 2011 Human Rights Watch

(München) – Ein katholischer Priester, der den Opfern einer Rebellengruppe in der Demokratischen Republik Kongo hilft, wird am 12. November 2013 beim diesjährigen Dinner Stimmen für Gerechtigkeit von Human Rights Watch geehrt.

Abbé Benoît Kinalegu, der Leiter der Friedens- und Gerechtigkeits-Kommission der Diozöse Dungu-Doruma, ist einer von sieben Menschenrechtsverteidigern aus der ganzen Welt, die Human Rights Watch bei den diesjährigen Menschenrechts-Dinners für ihr Engagement zum Schutz der Menschenrechte und der Menschenwürde ehrt. Die Dinner finden in zahlreichen Städten rund um den Globus statt. Zwölf Termine sind im November, weitere neun Veranstaltungen finden im März/April 2014 statt.

Abbé Benoît arbeitet in einer der gefährlichsten Gegenden der Welt unter unglaublich schwierigen Bedingungen, um Menschen zu helfen, die von einer der brutalsten Rebellengruppen der Welt entführt oder angegriffen wurden“, so Wenzel Michalski, Deutschland-Direktor von Human Rights Watch. „Wir würdigen seinen unermüdlichen Einsatz für diese besonders schutzbedürftigen Menschen.“

Abbé Benoît deckt die Verbrechen der Lord’s Resistance Army (LRA) auf und hilft den Opfern, in ein normales Leben zurückzufinden. Die Rebellengruppe terrorisiert die Zivilbevölkerung in Zentralafrika mit Morden, Vergewaltigungen und Entführungen, die teilweise auch Kinder treffen.

Der Preisträger war am Aufbau eines Frühwarnsystems beteiligt, mit dem mutmaßliche Aktivitäten der LRA per Funk gemeldet werden können. Er betreibt zudem Rehabilitierungsprogramme für Menschen, die von der LRA entführt wurden und entkommen konnten. Kinalegu wurde international zu einem einflussreichen Befürworter einer Strafverfolgung aller LRA-Kommandeure.

Human Rights Watch ehrt Kinalegu mit dem „Alison Des Forges Award for Extraordinary Activism“. Namenspatin des Preises ist Dr. Alison Des Forges, die über fast zwei Jahrzehnte als leitende Beraterin in der Afrika-Abteilung von Human Rights Watch tätig war und am 12. Februar 2009 bei einem Flugzeugabsturz über New York getötet wurde. Des Forges war die weltweit führende Expertin für Ruanda, den dort im Jahr 1994 verübten Völkermord und dessen Folgen. Der einmal im Jahr durch Human Rights Watch vergebene Menschenrechtspreis würdigt den Mut von Menschen, die ihr Leben aufs Spiel setzen, um eine Welt zu schaffen, die frei von Gewalt, Diskriminierung und Unterdrückung ist.

Das Münchener Dinner findet am 12. November im Hotel Vier Jahreszeiten statt.

Die Mitarbeiter von Human Rights Watch arbeiten im Rahmen ihrer Recherchen eng mit Menschenrechtlern in über 90 Ländern weltweit zusammen. Die Empfänger des Alison Des Forges Award werden im Rahmen der Stimmen für Gerechtigkeit-Dinner geehrt, die im Herbst 2013 in Amsterdam, Chicago, Genf, London, Los Angeles, München, New York, Paris, San Franzisko, Santa Barbara, Silicon Valley und Toronto stattfinden.