Die neuen Emojis zeigen Männer und Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen.

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Als Person mit Behinderung habe ich mich selbst in den unzähligen Emojis, den kleinen Bildern in Smartphones, nie wiedergefunden. Es gibt Zauberer, Meerjungfrauen und -männer, Zombies und Vampire. Es gibt Tausende Emojis, aber bislang kein einziges mit Behinderung. Das wird sich nun ändern. Im Laufe des Jahres werden auf Smartphones 59 neue Emojis verfügbar, die Menschen mit Behinderungen darstellen. Die neuen Symbole umfassen Männer und Frauen mit einem breiten Spektrum an Behinderungen. Es wird Personen mit Blindenstock geben, mit Assistenzhund, Prothesen, Rollstühlen, und Hörgerät. Es gibt auch ein Emoji, das in Gebärden spricht.

Emojis sind zu einem wichtigen Bestandteil der Kommunikation vieler Menschen geworden. Mit ihnen werden Glückwünsche, Neuigkeiten aus dem eigenen Leben, gute und schlechte Stimmungen, Wünsche und Pläne mitgeteilt. Tatsächlich werden Emojis als die am schnellsten wachsende Sprache bezeichnet. Es ist einfach richtig, dass Menschen mit Behinderung, also die weltgrößte Minderheit, in dieser Kultur und Kommunikationsform gleichberechtigt repräsentiert werden und sie nutzen können.

Es ist noch immer ein langer Weg hin zur vollständigen Inklusion und angemessenen Repräsentation von Menschen mit Behinderung. Nichtsdestotrotz ist es ein großer Schritt nach vorne, dass sie nun in die Emojis einbezogen werden. Ich freue mich darauf, mein erstes Emoji mit einem Blindenstock zu versenden.