News

  • Folter weiter unbestraft
    "Endlich wurde der lange erwartete Untersuchungsbericht des US-Senats über die Foltermethoden des CIA veröffentlicht. Er liefert einen wichtigen Anlass, um darüber nachzudenken, was wir aus diesem beschämenden Kapitel der US-amerikanischen Geschichte gelernt haben und wie wir verhindern können, dass es sich wiederholt." Kommentar von Kenneth Roth
    17. Dezember 2014
  • Russland: Straffreiheit bei Gewalt gegen LGBT
    (Moskau) – Die russischen Behörden kommen ihrer Pflicht nicht nach, homophobe Gewalttaten zu verhindern oder strafrechtlich zu verfolgen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Immer mehr lesbische, schwule, bisexuelle und transgender Personen (kurz LGBT) in Russland wurde seit der Verabschiedung des Anti-LGBT-Propagandagesetzes im Juni 2013 landesweit Opfer von Gewalt und Belästigung. Dieses Gesetz ist quasi ein Freibrief für die Diskriminierung von LBGT und macht diese zu Menschen zweiter Klasse.
    15. Dezember 2014
  • Zivilgesellschaftliches Bündnis fordert vom IOC eine Vorreiterrolle für saubere internationale Sportveranstaltungen
    (Berlin) – Mehrere Menschenrechtsorganisationen fordern den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) im Vorfeld der IOC-Mitgliederversammlung nächste Woche dazu auf, bei den geplanten neuen Standards für die Olympischen Spiele dem Schutz der Menschenrechte, menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und der Korruptionsprävention eine hohe Bedeutung beizumessen und zur Grundlage von Sport-Großveranstaltungen zu machen.
    5. Dezember 2014
  • Standpunkt: Ungarische Polizei beschuldigt Opfer in Anti-Vergewaltigungs-Kampagne
    „Du trägst Verantwortung, du kannst etwas dagegen tun“. Das ist die Botschaft einer an Studenten gerichteten Anti-Vergewaltigungs-Kampagne der ungarischen Polizei. In einem Video zur öffentlichen Sicherheit, das von der Polizei im Verwaltungsbezirk Baranya produziert und am 21. November zum ersten Mal ausgestrahlt wurde, sind junge Frauen zu sehen, die Alkohol konsumieren, freizügige Kleidung tragen und mit jungen Männern flirten. Jede Szene endet damit, dass eine der jungen Frauen geschlagen und missbraucht wird. Das Video erntete Kritik von Frauenrechtsgruppen in Ungarn und zog die Aufmerksamkeit internationaler Medien auf sich. Am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, gab die Polizei im Verwaltungsbezirk Vas ihre eigene öffentliche Stellungnahme heraus, in der sie sagte, dass Flirten von jungen Frauen oft „Gewalt hervorrufen“ könne.
    27. November 2014
  • Irak: Zwangsheirat und -konvertierung von Jesiden
    (Dohuk, Irak) - Die bewaffnete Gruppe Islamischer Staat hält im Irak und in Syrien Hunderte jesidische Männer, Frauen und Kinder aus dem Irak in offiziellen und provisorischen Gefangenlagern fest, so Human Rights Watch heute. Die Gruppe hat junge Frauen und Mädchen systematisch von ihren Familien getrennt und einige dazu gezwungen, Kämpfer zu heiraten, berichteten Dutzende Verwandte von Gefangenen, 16 Jesiden, die aus der Gefangenschaft geflohen sind, und zwei telefonisch befragte, gefangene Frauen. Der Islamische Staat hat auch Jungen von ihren Angehörigen getrennt und Gefangene dazu gezwungen, zum Islam zu konvertieren.
    11. Oktober 2014
  • Friedensnobelpreis ein Sieg für die Bildung
    (New York) – Die Verleihung des Friedensnobelpreises 2014 an die 17-jährige Aktivistin Malala Yousafzai ehrt Schüler und Schülerinnen weltweit, die grosse Risiken auf sich nehmen, um trotz vieler Widrigkeiten und Konflikte lernen zu können. Yousafzai setzt sich beharrlich für die Rechte von Kindern, insbesondere von Mädchen, ein, damit diese eine gute Ausbildung frei von Diskriminierung und Angst erhalten. Yousafzai teilt sich die Auszeichnung mit dem indischen Kinderrechtsaktivisten Kailash Satyarthi, der eine globale Bewegung gegen Kinderarbeit aufgebaut hat. Satyarthi und seine Mitstreiter haben Tausende Kinder vor Ausbeutung und Menschenhandel gerettet. Seit Jahrzehnten setzt sich Satyarthi für ein Ende der Kinderarbeit, insbesondere der Zwangsarbeit, in Indien ein. Die Verleihung des Preises an Satyarthi und Yousafzai lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit darauf, wie schwierig es auf dem Subkontinent ist, Kinderrechte und Kinderschutz zu verwirklichen.
    9. Oktober 2014
  • Kroatien: Eingesperrt und vernachlässigt
    (Genf) – Mehr als 8.200 Menschen mit geistigen und psychosozialen Behinderungen in Kroatien leben nach wie vor isoliert in Einrichtungen und psychiatrischen Kliniken, wo sie nur wenig Kontrolle über Entscheidungen haben, die ihr Leben betreffen, so Human Rights Watch. In dieser Woche werden die Vereinten Nationen Kroatiens Umsetzung des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen prüfen.
    6. Oktober 2014
  • Türkei: Autoritäre Tendenzen bedrohen Menschenrechte
    (Istanbul, 29. September 2014) – Die Regierung unter Recep Tayyip Erdoğan und der „Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung“ (AKP) unternimmt in der Türkei weitreichende Schritte, um die Rechtsstaatlichkeit zu schwächen, Medien und das Internet zu kontrollieren und hart gegen Kritiker und Demonstranten durchzugreifen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht.
    28. September 2014
  • Europa: Nationale Gerichtshöfe bauen Reichweite der Justiz aus
    (Den Haag) - Regierungen sollen sich drei europäische Länder mit Führungsrolle zum Vorbild nehmen, wenn sie die Straflosigkeit für schwerste internationale Verbrechen bekämpfen wollen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Spezialisierte Abteilungen zur Bekämpfung von Kriegsverbrechen mit Vertretern der Polizei, der Staatsanwaltschaft und der Einwanderungsbehörde können die Verantwortlichen für Kriegsverbrechen weltweit vor Gericht bringen und gewährleisten, dass Kriegsverbrecher selbst nach der Flucht aus dem eigenen Land keinen sicheren Aufenthaltsort finden.
    19. September 2014
  • Russland: Kinder mit Behinderung Opfer von Gewalt und Vernachlässigung
    (Moskau, 15. September 2014) – Fast 30 Prozent aller Kinder mit Behinderung in Russland leben in staatlichen Waisenhäusern, wo sie unter Umständen Gewalt erfahren und vernachlässigt werden, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Russland soll diese Menschenrechtsverletzungen an Kindern mit Behinderung, die in staatlicher Obhut leben, beenden und die Kinder dabei unterstützen, dass sie bei ihren Familien oder in anderen familiären Verhältnissen leben können anstatt in staatlichen Einrichtungen.
    15. September 2014