News

  • Bangladesch: Arbeiter zwei Jahre nach Rana Plaza ohne Rechte
    (Dhaka) – Die Arbeitsbedingungen im Bekleidungssektor in Bangladesch sind schlecht und die Arbeitgeber bekämpfen Gewerkschaften unter anderem, indem sie Aktivisten tätlich angreifen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Seit vor zwei Jahren mehr als 1.100 Arbeiter beim Einsturz der Rana Plaza-Fabrik am 24. April 2013 starben, wird versucht, die Sicherheit in den Fabriken zu verbessern. Aber die Regierung und westliche Händler können und sollen weit mehr tun, um die internationalen Arbeitsstandards umzusetzen und die Rechte der Arbeiter zu schützen, auch ihr Recht darauf, Interessensvertretungen zu gründen und sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen.
    22. April 2015
  • EU: Unerträgliche Tatenlosigkeit kostet Menschenleben auf hoher See
    (Mailand) – Die Berichte über den Tod von 400 Menschen im Mittelmeer zwischen dem 11. und 13. April sollten die Europäische Union dazu zwingen, eine weitreichende Seenotrettungsoperation einzuleiten, so Human Rights Watch. Aus dem ersten bestätigten Schiffswrack wurden in den letzten Tagen elf Leichen geborgen. „Sollten sich die Berichte bestätigen, dann war das vergangene Wochenende eines der tödlichsten auf dieser weltweit gefährlichsten Seestrasse für Migranten und Asylsuchende“, so Judith Sunderland, stellvertretende Direktorin der Europa- und Zentralasien-Abteilung von Human Rights Watch. „Doch diese unerträglichen Opferzahlen auf See werden sogar noch weiter steigen, wenn die EU nicht unverzüglich handelt und die Seenotrettung im gesamten Mittelmeer gewährleistet.“
    15. April 2015
  • Serbien: Polizei misshandelt Migranten und Asylsuchende
    (New York) – Migranten und Asylsuchende werden von serbischen Polizisten schikaniert und misshandelt, so Human Rights Watch heute. Human Rights Watch sprach mit Migranten und Asylsuchenden, die von gewalttätigen Übergriffen, Drohungen, Beleidigungen und Erpressungen berichteten. Zudem erhalten unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nicht den besonderen Schutz, der ihnen völkerrechtlich zusteht, und es werden Sammelabschiebungen in die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien vorgenommen. Einige Familien und unbegleitete Kinder durften sich nicht als Asylsuchende registrieren lassen und mussten bei bitterer Kälte im Freien schlafen.
    15. April 2015
  • Irak: IS-Flüchtlinge schildern systematische Vergewaltigungen
    (New York) – Die extremistische Gruppe Islamischer Staat, kurz IS, hat systematische Vergewaltigungen und andere Formen von sexueller Gewalt an jesidischen Frauen und Mädchen im Nordirak begangen, so Human Rights Watch. Im Januar und Februar 2015 führte Human Rights Watch Recherchen in der Stadt Dohuk durch, interviewte 20 Frauen und Mädchen, die aus IS-Gefangenschaft fliehen konnten, und überprüfte Stellungnahmen des IS zu dem Thema.
    15. April 2015
  • Israel: Landwirtschaft in Siedlungsgebieten schadet palästinensischen Kindern
    (Jerusalem) – Die Landwirtschaftsbetriebe der israelischen Siedlungen im Westjordanland beschäftigen palästinensische Kinder bei dem Anbau, der Ernte und dem Abpacken landwirtschaftlicher Erzeugnisse, die grösstenteils exportiert werden, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Die Betriebe bezahlen den Kindern niedrige Löhne und setzen sie gefährlichen Arbeitsbedingungen aus, was internationale Menschenrechtsstandards verletzt.
    13. April 2015
  • Verantwortlichkeitslücke bei „Killer-Robotern“
    (Genf) - Programmierer, Hersteller und Militärs können sich ihrer Verantwortung entziehen, wenn vollständig autonome Waffen oder „Killer-Roboter“ Menschen widerrechtlich töten oder verletzen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Dieser erscheint im Vorfeld eines multilateralen Treffens über diese Waffen bei den Vereinten Nationen (UN) in Genf.
    9. April 2015
  • Aserbaidschan: Freiheit für Gefangene vor Baku-Spielen
    (Berlin) Menschenrechtsverstösse werden die ersten Europaspiele überschatten, wenn die Europäischen Olympischen Komitees und die wichtigsten Nationalen Olympischen Komitees die aserbaidschanische Regierung nicht eindringlich aufforden, zu Unrecht inhaftierte Journalisten und Aktivisten freizulassen, so die Sports and Rights Alliance heute.
    7. April 2015
  • Irak: Milizen zerstören Dörfer und vertreiben Tausende
    (New York) - Milizen, freiwillige Kämpfer und irakische Sicherheitskräfte haben vorsätzlich zivile Objekte zerstört, nachdem sie den Islamischen Staat (ISIS) Anfang September 2014 aus der Stadt Amerli und ihrer Umgebung vertrieben haben, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Dem vorausgegangen waren US-amerikanische und irakische Luftangriffe auf das Gebiet. Die Regierung des Irak soll der Gewalt der Milizen Einhalt gebieten, und Länder wie die USA und der Iran, die sich am Kampf gegen ISIS beteiligen, sollen sicher stellen, dass ihre Militäroperationen und sonstigen Unterstützungsmassnahmen nicht die Grundlage für Menschenrechtsverletzungen schaffen.
    18. März 2015
  • Kambodscha: Gesetze schützen Textilarbeiter nicht
    (Phnom Penh) – Die Regierung Kambodschas schützt Textilarbeiter, die für internationale Bekleidungsmarken produzieren, nicht vor schweren Arbeitsrechtsverletzungen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Die vorwiegend weiblichen Arbeitnehmer werden häufig Opfer von Menschenrechtsverletzungen wie erzwungenen Überstunden, Diskriminierung wegen Schwangerschaft oder gewerkschaftsfeindlichen Massnahmen. Weder die Regierung noch die grossen Markenhersteller sind bisher angemessen gegen diese Missstände vorgegangen.
    12. März 2015
  • Aserbaidschan: Menschenrechtskrise überschattet Europaspiele
    (Berlin) - Die aserbaidschanische Regierung soll umgehend alle willkürlich inhaftierten Aktivisten und Journalisten freilassen, so Human Rights Watch 100 Tage vor dem Beginn der ersten Europaspiele in Baku. Ein neuer Foto-Essay dokumentiert die verzweifelte Situation von zwölf Personen, denen lange Haftstrafen in Aserbaidschan drohen oder die bereits zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden - offensichtliche Vergeltungsmassnahmen für Kritik an der Regierungspolitik.
    4. März 2015