News

  • Russland: Kinder mit Behinderung Opfer von Gewalt und Vernachlässigung
    (Moskau, 15. September 2014) – Fast 30 Prozent aller Kinder mit Behinderung in Russland leben in staatlichen Waisenhäusern, wo sie unter Umständen Gewalt erfahren und vernachlässigt werden, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Russland soll diese Menschenrechtsverletzungen an Kindern mit Behinderung, die in staatlicher Obhut leben, beenden und die Kinder dabei unterstützen, dass sie bei ihren Familien oder in anderen familiären Verhältnissen leben können anstatt in staatlichen Einrichtungen.
    15. September 2014
  • Israel: Untersuchung der Angriffe auf Schulen in Gaza
    (Jerusalem) – Bei drei israelischen Angriffen, die Schulen in Gaza beschädigten, wurden zahlreiche Zivilisten getötet und Kriegsrecht verletzt, so Human Rights Watch. In den Schulen waren Flüchtlinge untergebracht. Im Rahmen der ersten umfassenden Dokumentation dieser Vorfälle hat Human Rights Watch die drei Angriffe untersucht, die am 24. und 30. Juli sowie am 3. August 2014 durchgeführt wurden und bei denen 45 Menschen getötet wurden, darunter 17 Kinder.
    11. September 2014
  • Israel: Tausende müssen das Land verlassen
    (Tel Aviv, 9. September 2014) – Die israelischen Behörden haben fast 7.000 Eritreer und Sudanesen rechtswidrig zur Rückkehr in ihre Heimatländer gezwungen, in denen ihnen schwere Menschenrechtsverletzungen drohen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Einige Betroffene wurden nach ihrer Rückkehr in den Sudan gefoltert, willkürlich verhaftet und des Hochverrats angeklagt, weil sie nach Israel eingereist sind. Auch Flüchtlinge aus Eritrea, die in ihr Heimatland zurückkehren, befinden sich in großer Gefahr.
    9. September 2014
  • Somalia: Sexueller Missbrauch durch Soldaten der Afrikanischen Union
    (Nairobi) – Soldaten der Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) haben auf ihren Stützpunkten in Mogadischu schutzbedürftige somalische Frauen und Mädchen sexuell missbraucht und ausgebeutet, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Truppenstellende Länder, die Afrikanische Union (AU) und Geber von AMISOM sollen gegen diesen Missbrauch vorgehen und Verfahren innerhalb Somalias dahingehend verbessern, dass den Opfern Gerechtigkeit zuteil wird.
    8. September 2014
  • Irak: Hinrichtungen durch Islamischen Staat in Tikrit
    (Arbil) – Neue Beweise über Hinrichtungen durch den Islamischen Staat (IS) in Tikrit, nachdem die Stadt im Juni 2014 eingenommen worden war, belegen eine dreimal höhere Opferzahl und zeigen weitere Hinrichtungsorte. Informationen von einem Überlebenden sowie Video- und Satellitenbildanalysen haben bestätigt, dass an drei weiteren und damit insgesamt fünf Stätten Massenhinrichtungen stattgefunden haben. Insgesamt starben zwischen 560 und 770 Männer, alle oder die meisten offensichtlich Soldaten der irakischen Armee, die gefangengenommen worden waren.
    3. September 2014
  • Assads Opfer warten auf Gerechtigkeit
    Ein Jahr danach gibt es noch immer keine Gerechtigkeit für die Opfer der chemischen Angriffe auf Ghouta nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus – und sie bleibt in weiter Ferne. Hunderte starben, doch niemand wurde bisher dafür zur Rechenschaft gezogen. Es war die weltweit tödlichste Giftgasattacke seit 25 Jahren, seitdem 1988 die irakische Regierung unter Saddam Hussein irakische Kurden mit Chemiewaffen angegriffen hatte.
    25. August 2014
  • "Täglich fallen Fassbomben auf Falluja": Human Rights Watch im Tagesanzeiger
    "Menschenrechtsexpertin Tirana Hassan sagt, nicht nur die Extremisten des Islamischen Staats (IS) begingen Gräuel im Irak, sondern auch schiitische Milizen und Regierungstruppen. Sogar aus der Luft."
    20. August 2014
  • "Wenn Homophobie zur Norm wird": Podiumsgespräch mit Boris Dittrich, Human Rights Watch, organisiert durch den Verein Network
    Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender (LGBT) sind in den letzten Jahren in Russland zunehmend unter Druck geraten: Die Gewalt gegen LGBT-Personen sowie Hassreden und Zeichen der Intoleranz von Politikern, Kirchenvertretern und Medien häufen sich. Die Opfer von homophober Gewalt finden weder bei der Polizei noch bei anderen staatlichen Behörden Schutz. Die Versammlungs- und Vereinsfreiheit sind für LGBT-Personen stark eingeschränkt. Mit dem Verbot der sogenannten homosexuellen Propaganda und der Gesetzgebung betreffend fremde Agenten wird versucht, die LGBT-Gemeinschaft mundtot zu machen und von ausländischer Unterstützung abzuschneiden.
    20. August 2014
  • Ägypten: Tötungen in Rabaa und andere Tötungen wohl Verbrechen gegen die Menschlichkeit
    (Beirut) – Die systematischen, gross angelegten Tötungen von mindestens 1.150 Demonstranten durch ägyptische Sicherheitskräfte im Juli und August 2013 sind möglicherweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit, so Human Rights Watch in einem heute nach einjähriger Recherche veröffentlichten Bericht. Allein bei der Räumung des Protestlagers auf dem Rabaa-al-Adawija-Platz am 14. August kalkulierten die Sicherheitskräfte mehrere Tausend Tote ein und töteten zweifelsfrei 817, wahrscheinlich mindestens 1.000 Menschen.
    12. August 2014
  • Wird der neue Präsident der Türkei die Rechte aller schützen?
    Premierminister Recep Tayyip Erdogan ist der erste President der Türkei der durch eine Volksabstimmung gewählt wurde. Drei Amtszeiten als Premierminister und ein Jahrzehnt als Vorsitzender der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (Adalet ve Kalkınma Partisi - AKP) sichern Erdogan einen führenden Platz in der neueren Geschichte der Türkei. Das sollte aber nicht die Tatsache verschleiern, dass das Land in den vergangenen zwei Jahren, in denen Erdogan seine Macht konsolidierte, eine ernstzunehmende Erosion des Rechtsstaats und der Menschenrechte erlebt hat.
    12. August 2014