News

  • Türkei: Autoritäre Tendenzen bedrohen Menschenrechte
    (Istanbul, 29. September 2014) – Die Regierung unter Recep Tayyip Erdoğan und der „Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung“ (AKP) unternimmt in der Türkei weitreichende Schritte, um die Rechtsstaatlichkeit zu schwächen, Medien und das Internet zu kontrollieren und hart gegen Kritiker und Demonstranten durchzugreifen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht.
    29. September 2014
  • Europa: Nationale Gerichtshöfe bauen Reichweite der Justiz aus
    (Den Haag) - Regierungen sollen sich drei europäische Länder mit Führungsrolle zum Vorbild nehmen, wenn sie die Straflosigkeit für schwerste internationale Verbrechen bekämpfen wollen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Spezialisierte Abteilungen zur Bekämpfung von Kriegsverbrechen mit Vertretern der Polizei, der Staatsanwaltschaft und der Einwanderungsbehörde können die Verantwortlichen für Kriegsverbrechen weltweit vor Gericht bringen und gewährleisten, dass Kriegsverbrecher selbst nach der Flucht aus dem eigenen Land keinen sicheren Aufenthaltsort finden.
    19. September 2014
  • Russland: Kinder mit Behinderung Opfer von Gewalt und Vernachlässigung
    (Moskau, 15. September 2014) – Fast 30 Prozent aller Kinder mit Behinderung in Russland leben in staatlichen Waisenhäusern, wo sie unter Umständen Gewalt erfahren und vernachlässigt werden, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Russland soll diese Menschenrechtsverletzungen an Kindern mit Behinderung, die in staatlicher Obhut leben, beenden und die Kinder dabei unterstützen, dass sie bei ihren Familien oder in anderen familiären Verhältnissen leben können anstatt in staatlichen Einrichtungen.
    15. September 2014
  • Israel: Untersuchung der Angriffe auf Schulen in Gaza
    (Jerusalem) – Bei drei israelischen Angriffen, die Schulen in Gaza beschädigten, wurden zahlreiche Zivilisten getötet und Kriegsrecht verletzt, so Human Rights Watch. In den Schulen waren Flüchtlinge untergebracht. Im Rahmen der ersten umfassenden Dokumentation dieser Vorfälle hat Human Rights Watch die drei Angriffe untersucht, die am 24. und 30. Juli sowie am 3. August 2014 durchgeführt wurden und bei denen 45 Menschen getötet wurden, darunter 17 Kinder.
    11. September 2014
  • Israel: Tausende müssen das Land verlassen
    (Tel Aviv, 9. September 2014) – Die israelischen Behörden haben fast 7.000 Eritreer und Sudanesen rechtswidrig zur Rückkehr in ihre Heimatländer gezwungen, in denen ihnen schwere Menschenrechtsverletzungen drohen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Einige Betroffene wurden nach ihrer Rückkehr in den Sudan gefoltert, willkürlich verhaftet und des Hochverrats angeklagt, weil sie nach Israel eingereist sind. Auch Flüchtlinge aus Eritrea, die in ihr Heimatland zurückkehren, befinden sich in großer Gefahr.
    9. September 2014
  • Somalia: Sexueller Missbrauch durch Soldaten der Afrikanischen Union
    (Nairobi) – Soldaten der Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) haben auf ihren Stützpunkten in Mogadischu schutzbedürftige somalische Frauen und Mädchen sexuell missbraucht und ausgebeutet, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Truppenstellende Länder, die Afrikanische Union (AU) und Geber von AMISOM sollen gegen diesen Missbrauch vorgehen und Verfahren innerhalb Somalias dahingehend verbessern, dass den Opfern Gerechtigkeit zuteil wird.
    8. September 2014
  • Irak: Hinrichtungen durch Islamischen Staat in Tikrit
    (Arbil) – Neue Beweise über Hinrichtungen durch den Islamischen Staat (IS) in Tikrit, nachdem die Stadt im Juni 2014 eingenommen worden war, belegen eine dreimal höhere Opferzahl und zeigen weitere Hinrichtungsorte. Informationen von einem Überlebenden sowie Video- und Satellitenbildanalysen haben bestätigt, dass an drei weiteren und damit insgesamt fünf Stätten Massenhinrichtungen stattgefunden haben. Insgesamt starben zwischen 560 und 770 Männer, alle oder die meisten offensichtlich Soldaten der irakischen Armee, die gefangengenommen worden waren.
    3. September 2014
  • Assads Opfer warten auf Gerechtigkeit
    Ein Jahr danach gibt es noch immer keine Gerechtigkeit für die Opfer der chemischen Angriffe auf Ghouta nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus – und sie bleibt in weiter Ferne. Hunderte starben, doch niemand wurde bisher dafür zur Rechenschaft gezogen. Es war die weltweit tödlichste Giftgasattacke seit 25 Jahren, seitdem 1988 die irakische Regierung unter Saddam Hussein irakische Kurden mit Chemiewaffen angegriffen hatte.
    25. August 2014
  • Ägypten: Tötungen in Rabaa und andere Tötungen wohl Verbrechen gegen die Menschlichkeit
    (Beirut) – Die systematischen, gross angelegten Tötungen von mindestens 1.150 Demonstranten durch ägyptische Sicherheitskräfte im Juli und August 2013 sind möglicherweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit, so Human Rights Watch in einem heute nach einjähriger Recherche veröffentlichten Bericht. Allein bei der Räumung des Protestlagers auf dem Rabaa-al-Adawija-Platz am 14. August kalkulierten die Sicherheitskräfte mehrere Tausend Tote ein und töteten zweifelsfrei 817, wahrscheinlich mindestens 1.000 Menschen.
    12. August 2014
  • Jordanien: Aus Syrien fliehende Palästinenser abgewiesen
    (Amman) – Jordanien verweigert palästinensischen Flüchtlingen aus Syrien die Einreise oder schieb sie ab, womit das Land seine internationalen Verpflichtungen verletzt, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Jordanien hat Palästinensern aus Syrien im Januar 2013 offiziell die Einreise untersagt und mehr als 100 Personen abgeschoben, die seit Mitte 2012 in das Land gekommen sind, unter ihnen auch Frauen und Kinder.
    7. August 2014