Die Regierung der Vereinigten Staaten unter George W. Bush ließ Gaddafi-Gegner foltern und diese dann nach Libyen bringen, wo sie misshandelt wurden, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht.
In den ersten 100 Tage im Amt hat Präsident Barack Obama die Anti-Terror-Politik der Bush-Regierung wesentlich verändert. Gleichzeitig sind der neuen Regierungen jedoch auch Fehler unterlaufen.
In einer bislang einzigartigen Darstellung haben sechs führende Menschenrechtsorganisationen heute die Namen und weitere Angaben von 39 Menschen bekannt gegeben, die wahrscheinlich in geheimer US-Haft festgehalten worden sind und deren jetziger Aufenthaltsort unbekannt ist. Das Hintergrundpapier nennt zudem Verwandte von Verdächtigen, die ebenfalls in geheimen Gefängnissen festgehalten wurden, einschließlich Kinder im Alter von sieben Jahren.
Die US-Regierung soll über alle vermissten Gefangenen Rechenschaft ablegen, die vom amerikanischen Geheimdienst CIA gefangen gehalten worden sind, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht.
Human Rights Watch gab heute bekannt, dass die Entscheidung der UN gegen Schweden ein wichtiger Schritt sei, europäische Regierungen in ihrer Komplizenschaft mit den USA bei illegalen Überführungen haftbar zu machen. Nach Aussage der UN habe Schweden durch seine Beteiligung bei der Auslieferung eines Asylsuchenden an Ägypten durch die CIA gegen das universale Folterverbot verstoßen.
Die europäischen Regierungen müssen die Nachforschungen über mutmaßliche Geheimgefängnisse der CIA und widerrechtliche Überstellungen von CIA-Gefangenen innerhalb Europas voll unterstützen.
Die Vereinigten Staaten halten mindestens 26 Personen an unbekannten Orten außerhalb der USA fest. Human Rights Watch veröffentlichte eine Liste mit den Namen dieser sogenannten "Geister-Gefangenen", die sich auf unbeschränkte Zeit, ohne Kontakt zur Außenwelt und ohne Rechtsanspruch in Haft befinden.
Human Rights Watch teilte heute in einem Bericht mit, dass mindestens 11 Al-Qaida-Verdächtige in US-Haft „verschwunden“ sind. Die Häftlinge werden von US-Beamten an unbekannten Orten festgehalten, wo sie nach Zeugenaussagen teilweise auch gefoltert wurden.