In the News

  • Sudan: Massenvergewaltigung durch Armee in Darfur
    (New York) – Streitkräfte der sudanesischen Armee haben bei einem koordinierten Angriff auf die Stadt Tabit in Nord-Darfur im Oktober 2014 mehr als 200 Mädchen und Frauen vergewaltigt, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Die Vereinten Nationen und die Afrikanische Union sollen dringend Massnahmen ergreifen, um die Zivilbevölkerung der Stadt vor weiteren Menschenrechtsverletzungen zu schützen.
    February 11, 2015
  • Südsudan: AU legt Gerechtigkeit auf Eis
    (Johannesburg) - Die Afrikanische Union (AU) hat ihr Bekenntnis zur Strafverfolgung schwerer Verbrechen in Frage gestellt, indem sie die Besprechung des Berichts ihrer Untersuchungskommission über Südsudan verschoben hat, so Human Rights Watch heute. Sie sollte ihre Entscheidung überdenken, den Bericht prüfen und diesen sofort veröffentlichen.
    February 3, 2015
  • World Report 2015: Menschenrechte auch in schweren Zeiten schützen
    (Beirut, 29. Januar 2015) - Regierungen begehen einen grossen Fehler, wenn sie beim Vorgehen gegen ernste Sicherheitsgefahren die Menschenrechte vernachlässigen, so Human Rights Watch heute bei der Veröffentlichung des jährlichen World Reports. In dem 656-seitigen World Report, der 25. Ausgabe, dokumentiert Human Rights Watch die Menschenrechtslage in mehr als 90 Ländern weltweit. In der Einleitung macht Kenneth Roth, Executive Director, auf die Wagenburgmentalität aufmerksam, wenn es um Menschenrechte geht – diese kontraproduktive Haltung haben viele Regierungen in den vergangenen von Aufruhr geprägten Jahren vertreten.
    January 29, 2015
  • «Wir erhöhen die Kosten für Menschenrechts-Verletzungen»
    "Der Chef von Human Rights Watch erzählt von seinen Treffen mit Staatsoberhäuptern – und wie sie reagieren, wenn er ihnen Beweise vorlegt für ihre Schandtaten." Interview mit Kenneth Roth in der Aargauer Zeitung
    January 26, 2015
  • Reformbereitschaft der neuen Ukraine auf dem Prüfstand
    Die Hoffnung ist gross, dass die Regierung in der Ukraine aus der Vergangenheit lernt, wie notwendige Reformen angegangen werden. Aber einiges von dem, was Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk bei seinem Berlin-Besuch in der vergangenen Woche geäussert hat, lässt zweifeln, ob die Regierung tatsächlich dazu bereit ist, zu ihren eigenen Fehlern zu stehen.
    January 15, 2015
  • Ein beängstigender Einblick in Taschkents Unterdrückungsmaschinerie
    „Als mein Mann ins Gefängnis kam, war ich 38 Jahre alt. Jetzt bin ich 58“, so Holbika Juraeva. Unter Tränen spricht sie weiter und auch ich habe Mühe, meine Fassung zu bewahren: „Wenn ich ihn im Gefängnis sehe, dann bekomme ich Angst – er sieht wie ein Skelett aus.“
    December 22, 2014
  • Folter weiter unbestraft
    "Endlich wurde der lange erwartete Untersuchungsbericht des US-Senats über die Foltermethoden des CIA veröffentlicht. Er liefert einen wichtigen Anlass, um darüber nachzudenken, was wir aus diesem beschämenden Kapitel der US-amerikanischen Geschichte gelernt haben und wie wir verhindern können, dass es sich wiederholt." Kommentar von Kenneth Roth
    December 17, 2014
  • Russland: Straffreiheit bei Gewalt gegen LGBT
    (Moskau) – Die russischen Behörden kommen ihrer Pflicht nicht nach, homophobe Gewalttaten zu verhindern oder strafrechtlich zu verfolgen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Immer mehr lesbische, schwule, bisexuelle und transgender Personen (kurz LGBT) in Russland wurde seit der Verabschiedung des Anti-LGBT-Propagandagesetzes im Juni 2013 landesweit Opfer von Gewalt und Belästigung. Dieses Gesetz ist quasi ein Freibrief für die Diskriminierung von LBGT und macht diese zu Menschen zweiter Klasse.
    December 15, 2014
  • Zivilgesellschaftliches Bündnis fordert vom IOC eine Vorreiterrolle für saubere internationale Sportveranstaltungen
    (Berlin) – Mehrere Menschenrechtsorganisationen fordern den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) im Vorfeld der IOC-Mitgliederversammlung nächste Woche dazu auf, bei den geplanten neuen Standards für die Olympischen Spiele dem Schutz der Menschenrechte, menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und der Korruptionsprävention eine hohe Bedeutung beizumessen und zur Grundlage von Sport-Großveranstaltungen zu machen.
    December 5, 2014
  • Standpunkt: Ungarische Polizei beschuldigt Opfer in Anti-Vergewaltigungs-Kampagne
    „Du trägst Verantwortung, du kannst etwas dagegen tun“. Das ist die Botschaft einer an Studenten gerichteten Anti-Vergewaltigungs-Kampagne der ungarischen Polizei. In einem Video zur öffentlichen Sicherheit, das von der Polizei im Verwaltungsbezirk Baranya produziert und am 21. November zum ersten Mal ausgestrahlt wurde, sind junge Frauen zu sehen, die Alkohol konsumieren, freizügige Kleidung tragen und mit jungen Männern flirten. Jede Szene endet damit, dass eine der jungen Frauen geschlagen und missbraucht wird. Das Video erntete Kritik von Frauenrechtsgruppen in Ungarn und zog die Aufmerksamkeit internationaler Medien auf sich. Am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, gab die Polizei im Verwaltungsbezirk Vas ihre eigene öffentliche Stellungnahme heraus, in der sie sagte, dass Flirten von jungen Frauen oft „Gewalt hervorrufen“ könne.
    November 27, 2014