• 30. August 2014
    Die Regierung Aserbaidschans scheint fest entschlossen zu sein, die Welt davon zu überzeugen, dass ihr ölreiches Land ein florierender und bedeutender Akteur auf der internationalen Bühne ist.
  • 26. August 2014
    Die französischen Journalisten Thomas Dandois und Valentine Bourrat mussten schmerzlich am eigenen Leib erfahren, wie riskant es ist, die Blockade der indonesischen Regierung in Bezug auf die Berichterstattung über die fernöstliche Provinz Papua herauszufordern.
  • 25. August 2014
    Ein Jahr danach gibt es noch immer keine Gerechtigkeit für die Opfer der chemischen Angriffe auf Ghouta nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus – und sie bleibt in weiter Ferne. Hunderte starben, doch niemand wurde bisher dafür zur Rechenschaft gezogen. Es war die weltweit tödlichste Giftgasattacke seit 25 Jahren, seitdem 1988 die irakische Regierung unter Saddam Hussein irakische Kurden mit Chemiewaffen angegriffen hatte.
  • 30. Juli 2014
    Als Ende Februar „höfliche Männer in Grün” auf der Krim auftauchten, war ich gerade auf der Jahresversammlung von Human Rights Watch in New York. Tatsächlich fragte mich ein Mitglied unseres Vorstands am Tag vor der Invasion: „Tanya, glaubst du, dass Russland auf der Krim einmarschieren wird?” Ich zuckte nur mit den Schultern. „Wenn es um die Ukraine geht, kann Russland so viele andere Strippen ziehen, warum sollte es so weit kommen?“ Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war der Einmarsch bereits Realität und meine vielgerühmte Russland-Expertise hatte mich mal wieder im Stich gelassen.
  • 20. Juli 2014
  • 9. Juli 2014
    Es war eine beeindruckende, aber vor allem überraschende Leistung: Am 12. Juli 2011 stimmte der UN-Sicherheitsrat unter dem Vorsitz des damaligen Außenministers Westerwelle einstimmig für eine bahnbrechende Resolution, die den Generalsekretär verpflichtet, einmal jährlich darüber Bericht zu erstatten, wo bewaffnete Gruppen Schulen völkerrechtswidrig zu militärischen Zwecken nutzen.
  • 19. Juni 2014
    Die Ergebnisse der Wahlen zum EU-Parlament im Mai haben gezeigt, wie unzufrieden die Wähler mit der EU sind. Europaskeptische Parteien holten in Frankreich, Großbritannien und Dänemark die Mehrheit der Stimmen und verzeichneten in Deutschland, Italien, Schweden, den Niederlanden und andernorts erhebliche Zugewinne. Dieser Pessimismus birgt auch große Risiken für den Schutz der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit.
  • 5. Juni 2014
    Fast ein Jahr ist vergangen, seit die ersten Berichte über die Massenüberwachung der National Security Agency (NSA) publik wurden. Und was ist nicht alles seither geschehen: Deutschland hat sich an die Spitze der Reformbefürworter gesetzt. Gemeinsam mit Brasilien brachte Berlin eine Resolution bei den Vereinten Nationen ein - seit 25 Jahren die erste größere Stellungnahme der UN zum Recht auf Privatsphäre.
  • 21. Mai 2014
    Durch die Krise in der Ukraine ist die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Deutschland und andernorts wieder ins Rampenlicht gerückt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier betont immer wieder, dass die OSZE in der Ukraine eine größere Rolle spielt. Auch nachdem im Zusammenhang mit den zunächst entführten und später wieder freigelassenen militärischen Beobachtern der OSZE in Berlin Kritik laut wurde, hat Steinmeier die Organisation in Schutz genommen.
  • 1. April 2014
    Mit seinen Enthüllungen über das gigantische Ausmaß der Überwachung unserer privaten Telekommunikation, die nicht etwa aufgrund gezielter Ermittlungen zur Aufklärung von Straftaten erfolgt, sondern Bestandteil einer umfassenden nachrichtendienstlichen Informationsgewinnung ist, hat Edward Snowden der Welt einen großen Dienst erwiesen.
  • 27. März 2014
    Der chinesische Präsident kommt nach Berlin. Logisch, dass es dabei auch um Menschenrechte gehen muss. Doch die Kanzlerin ist längst nicht mehr so entschieden wie früher.
  • 12. Februar 2014
    Es ist so weit: Die Olympischen Winterspiele haben begonnen. Gefühlt begleiten uns die Debatten rund um das Thema Sotschi allerdings bereits seit Monaten. Denn auch wenn die Olympischen Spiele nun Bühne für sportlich herausragende Leistungen sind, bestimmten im Vorfeld andere Themen die Agenda in Sotschi.
  • 10. Februar 2014
    Der neu-alte Aussenminister Deutschlands gilt im Gegensatz zu seinem Vorgänger Guido Westerwelle als «Realpolitiker». Menschenrechte spielen in seinem Umgang mit Ländern wie Russland oder China eine untergeordnete Rolle. Das ist fatal.
  • 6. Februar 2014
    Der neue Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Thomas Bach sprach in einem Interview unlängst über Menschenrechte bei den bevorstehenden Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi. Er sagte, dass sich das IOC in einigen dieser Fragen, darunter auch Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte, im regelmäßigen Austausch mit Human Rights Watch befinde.
  • 29. Januar 2014
    Am 17. Januar erklärte Russlands Präsident Wladimir Putin vor einer Gruppe freiwilliger Helfer in Sotschi: „Schwuler Sex ist kein Verbrechen in Russland. Schwule können also gelassen und locker sein, aber sie sollen bitteschön die Kinder in Frieden lassen.“ Diese leichtfertige Äußerung machte Schlagzeilen.
  • 9. Januar 2014