Die thailändische Politik gegenüber Flüchtlingen im eigenen Land führt zu willkürlicher Behandlung und Menschenrechtsverletzungen, obwohl das Land bereits jahrzehntelang Erfahrung als Aufnahmeort für Millionen von Menschen hat.
Bislang wurde noch kein Regierungsbeamter für Verbrechen strafrechtlich verfolgt, die im Zusammenhang mit der massiven politischen Gewalt stehen, von der Thailand im April und Mai 2010 heimgesucht wurde. Die Regierung soll eine unabhängige und transparente Untersuchung durchführen und sowohl die für Straftaten verantwortlichen Sicherheitskräfte als auch Demonstranten zur Verantwortung ziehen.
Separatistische Anschläge auf Lehrer und Schulen sowie die Nutzung von Schulen als Militärstützpunkte beeinträchtigen erheblich die Ausbildung von Kindern in den südlichen Grenzprovinzen Thailands.
Etablierte Demokratien akzeptieren fehlerhafte und unfaire Wahlen, wenn es ihren politischen Zwecken dient, so Human Rights Watch im World Report 2008. Die Vereinigten Staaten, die Europäische Union und andere bedeutende Demokratien untergraben die Menschenrechte auf der ganzen Welt, indem sie Autokraten als Demokraten anerkennen. Dabei fordern sie jedoch nicht die zivilen und politischen Rechte ein, die erst der Demokratie ihren Sinn geben.
Thailand gelingt es bislang nicht, die HIV-Epidemie unter der am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppe, den Drogenabhängigen, erfolgreich zu bekämpfen. Dies gefährdet die Vorreiterrolle des Landes im globalen Kampf gegen AIDS, so Human Rights Watch und die Thai AIDS Treatment Action Group in einem kurz vor dem Welt-AIDS-Tag veröffentlichten Bericht.
China, Thailand, die USA und andere Länder sollen den Kauf von Edelsteinen aus Burma unterbinden. Er trägt dazu bei, die Gewalttaten des Militärregimes zu finanzieren. Human Rights Watch fordert gezielte Sanktionen gegen Burmas Edelsteinhandel vor der Eröffnung einer großen Edelsteinauktion in Rangun diese Woche.
Burmas Verbündete, darunter China, Thailand, Indien und Russland, sollen die Militärregierung des Lands dazu auffordern, die friedlichen politischen Proteste der buddhistischen Mönche und Zivilisten im gesamten Land ohne Gewalt zu lösen, so Human Rights Watch. Die Militärregierung und der „Staatsrat für Frieden und Entwicklung“ (SPDC) sollen alle Demonstranten freilassen, die seit Beginn der Proteste im August willkürlich verhaftet worden sind.
Separatistische Gruppen töten und verstümmeln Zivilisten und verüben Anschläge auf Schulen, städtische Krankenhäuser sowie buddhistische Tempel, um in den südlichen Grenzgebieten Thailands einen unabhängigen Staat zu errichten, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht.
Thailändische Sicherheitskräfte sollen Verschleppungen mutmaßlicher muslimischer Malai-Separatisten in den südlichen Grenzgebieten Thailands beenden, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht.