
Die aserbaidschanische Regierung lässt für Bauprojekte in Baku Wohnungen räumen und abreißen. Dutzende Familien wurden gezwungen ihre Wohnungen in dem Stadtteil, der an die Baustelle des Austragungsorts des Eurovision Song Contest 2012 grenzt, zu verlassen.
EINLEITUNG:
Die aserbaidschanische Regierung lässt für Bauprojekte in Baku Wohnungen räumen und abreißen. Dutzende Familien wurden gezwungen ihre Wohnungen in dem Stadtteil, der an die Baustelle des Austragungsorts des Eurovision Song Contest 2012 grenzt, zu verlassen. Human Rights Watch hat Dutzende Fälle von unrechtmäßiger Enteignung und Zwangsräumung in vier Stadtteilen von Baku dokumentiert. Die Räumungen erfolgten teilweise mitten in der Nacht und ohne Vorwarnung. Die Behörden ließen sogar Wohnungen abreißen, in denen sich noch Eigentum von Bewohnern befand. Die Regierung verweigerte den betroffenen Wohnungseigentümern, deren Immobilien sich häufig in gefragten Lagen befinden, eine angemessene Entschädigung, obwohl das aserbaidschanische Recht eine Entschädigung entsprechend des Marktwerts vorschreibt. In vielen Fällen, etwa im Umfeld des Platzes der Staatsflagge, nahmen die Behörden Gebäude, die noch bewohnt waren, vom Versorgungsnetz und begannen mit ihrem Abriss. Durch diese Maßnahmen wurden die Gebäude unbewohnbar gemacht und die Bewohner zur Räumung gezwungen.