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EINLEITUNG: 
Rund 400 Frauen und Mädchen sind in Afghanistan wegen „Sittenverbrechen“ inhaftiert. Bei diesen handelt es sich in der Regel um die Flucht vor einer Zwangsehe oder häuslicher Gewalt. Teilweise wurden die Frauen und Mädchen wegen außerehelichem Geschlechtsverkehr („zina“) inhaftiert, nachdem sie vergewaltigt oder zur Prostitution gezwungen worden waren. „Zina“ wird nach afghanischem Recht mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft. Einige der Befragten suchten verzweifelt bei der Polizei Hilfe, die sie jedoch umgehend verhaftete. Die Befragten schilderten Menschenrechtsverletzungen von der Zwangsverheiratung Minderjähriger, über Prügel, Messerstiche, Verbrennungen, Vergewaltigungen, Zwangsprostitution, Entführungen bis hin zu Morddrohungen. In fast keinem der Fälle kam es zu Ermittlungen, geschweige denn einer Anklage oder Bestrafung der Täter.