Angela Merkel hat die Schließung des Gefangenenlagers von
Guantánamo gefordert. Nun, mit Deutschland an der Spitze der
EU, gilt es, den Druck zu verstärken und Häftlinge aufzunehmen.
Als Bundeskanzlerin Angela Merkel die Schließung des amerikanischen Gefangenenlagers in Guantanamo Bay forderte, schoss Washington mit schwerem Geschütz zurück. In Guantanamo säßen gefährliche Terroristen, die auf dem Schlachtfeld festgenommen worden seien, lautete die Reaktion aus dem Weißen Haus. War das ein unmissverständlicher Hinweis, dass Washington die deutsche Kanzlerin in dieser Frage für naiv hält? Aber: Stimmen die Beteuerungen der amerikanischen Regierung überhaupt?
Folter durch US-Militärs ist dem Weißen Haus nicht nur bekannt, es lässt sie über den künftigen Justizminister Alberto Gonzales auch rechtlich rechtfertigen. Das sagt Kenneth Roth, Chef von Human Rights Watch, im Interview mit stern.de.
Zwei Jahre nach dem Fall der Taliban ist die Sicherheitslage in Afghanistan katastrophal, findet John Sifton, Afghanistan-Experte der Menschenrechtsgruppe "Human Rights Watch". Das Land werde international vernachlässigt. Von Deutschland fordert er, den Weg aus dem Chaos zu weisen.
Es ist ein langes Tauziehen - aber eine Lösung ist nicht in Sicht. Seit zwei Jahren werden in Guantanamo über 600 Gefangene ohne Anklage festgehalten - in völliger rechtlicher Ungewissheit.
Der jüngste Inhaftierte auf Guantanamo ist angeblich gerade mal dreizehn Jahre alt. Zusammen mit zwei anderen Jungen ist er in einer separaten Unterkunft untergebracht, wo er Schulunterricht bekommt und von speziell ausgebildeten Wärtern betreut wird. Er darf Videos anschauen und hat einen abgetrennten Erholungsbereich, um Ball zu spielen. Was er allerdings nicht hat, ist eine Vorstellung, wann er wieder nach Hause kommt.
Angela Merkel hat die Schließung des Gefangenenlagers von
Guantánamo gefordert. Nun, mit Deutschland an der Spitze der
EU, gilt es, den Druck zu verstärken und Häftlinge aufzunehmen.
Als Bundeskanzlerin Angela Merkel die Schließung des amerikanischen Gefangenenlagers in Guantanamo Bay forderte, schoss Washington mit schwerem Geschütz zurück. In Guantanamo säßen gefährliche Terroristen, die auf dem Schlachtfeld festgenommen worden seien, lautete die Reaktion aus dem Weißen Haus. War das ein unmissverständlicher Hinweis, dass Washington die deutsche Kanzlerin in dieser Frage für naiv hält? Aber: Stimmen die Beteuerungen der amerikanischen Regierung überhaupt?
Folter durch US-Militärs ist dem Weißen Haus nicht nur bekannt, es lässt sie über den künftigen Justizminister Alberto Gonzales auch rechtlich rechtfertigen. Das sagt Kenneth Roth, Chef von Human Rights Watch, im Interview mit stern.de.
Zwei Jahre nach dem Fall der Taliban ist die Sicherheitslage in Afghanistan katastrophal, findet John Sifton, Afghanistan-Experte der Menschenrechtsgruppe "Human Rights Watch". Das Land werde international vernachlässigt. Von Deutschland fordert er, den Weg aus dem Chaos zu weisen.
Es ist ein langes Tauziehen - aber eine Lösung ist nicht in Sicht. Seit zwei Jahren werden in Guantanamo über 600 Gefangene ohne Anklage festgehalten - in völliger rechtlicher Ungewissheit.
Der jüngste Inhaftierte auf Guantanamo ist angeblich gerade mal dreizehn Jahre alt. Zusammen mit zwei anderen Jungen ist er in einer separaten Unterkunft untergebracht, wo er Schulunterricht bekommt und von speziell ausgebildeten Wärtern betreut wird. Er darf Videos anschauen und hat einen abgetrennten Erholungsbereich, um Ball zu spielen. Was er allerdings nicht hat, ist eine Vorstellung, wann er wieder nach Hause kommt.