Reporter ohne Grenzen und Human Rights Watch rufen die Europäische Union dazu auf, den Handel mit digitalen Überwachungstechnologien, durch die weltweit Menschenrechte verletzt werden, effektiver zu kontrollieren. Das Europäische Parlament hat dazu heute eine neue Strategie über digitale Freiheit als Teil der gemeinsamen EU-Außenpolitik beschlossen.
Repressive Gesetze und Menschenrechtsverletzungen durch die Regierung und einige Ölfirmen verletzen die Arbeiterrechte von Tausenden Arbeitern der boomenden Erdölbranche Kasachstans, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichen Bericht.
Die äthiopische Regierung zwingt indigene Landbewohner in Äthiopiens Omo-Tal ohne angemessene Rücksprache oder Kompensierung zur Umsiedelung, um Platz für staatlich betriebene Zuckerplantagen zu schaffen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Der Bericht enthält bisher unveröffentlichtes Kartenmaterial der Regierung, die die für das Omo-Tal geplanten Entwicklungen aufzeigen, einschließlich dem Bau von Bewässerungskanälen, Zuckerverarbeitungsfabriken und der Verwendung von 100.000 Hektar Land für anderweitige kommerzielle Landwirtschaft.
In Katar droht Hunderttausenden vorwiegend südostasiatischen Arbeitsmigranten im Bausektor schwere Ausbeutung und Misshandlung, teilweise sogar Zwangsarbeit. Sowohl die Regierung als auch der Weltfußballverband FIFA sollen dafür sorgen, dass Arbeitnehmerrechte im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 geachtet und in die Praxis umgesetzt werden. Bauunternehmen sollen sich öffentlich verpflichten, internationale Arbeitsrechtsstandards einzuhalten.
Die Verurteilung eines bekannten Mitglieds der unterdrückten Opposition in Äquatorialguinea ist ein Hohn auf die Gerchtigkeit. Der Arzt Wenceslao Mansogo Alo wurde von einem Gericht in der Stadt Bata wegen Verletzung der beruflichen Sorgfaltspflichtin einem politisch motivierten Prozess zu drei Jahren Haft verurteilt.
Die jüngsten Nachwahlen und andere Fortschritte in Burma sollen mit positiven Schritten von Seiten der EU beantwortet werden, nicht jedoch mit einer vollständigen Aufhebung der Sanktionen, so Human Rights Watch heute in einem Brief an die EU Außenminister. Ein EU-Treffen zu Burma ist für den 23. April 2012 angesetzt.
Bauträger in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und westliche Kultur- und Bildungseinrichtungen haben sich verpflichtet, die Ausbeutung und den Missbrauch südasiatischer Wanderarbeiter zu beenden. Es bestehen aber noch immer Defizite beim Schutz der Arbeiter, die auf den Baustellen zum 22 Milliarden US-Dollar teuren Ausbau der Insel Saadiyat beschäftigt sind.
Landarbeitern in der westlichen Kap-Provinz, die Südafrikas berühmten Wein und Obst ernten, werden angemessene Wohnungen, ausreichende Schutzbekleidung und grundlegende Arbeitnehmerrechte verwehrt, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Regierung und Industrie müssen unverzüglich Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeits- und Wohnbedingungen ergreifen.
Sieben mutige und unermüdliche Verfechter der Menschenrechte werden im November 2011 mit dem renommierten Alison Des Forges Award for Extraordinary Activism ausgezeichnet.