Eine Versammlung mehrerer Hundert Usbeken im Zentrum der Stadt Osch am 10. Juni 2010 – offenbar eine Reaktion auf vorausgegangene Handgemenge zwischen Angehörigen der usbekischen und kirgisischen Volksgruppe brachte in Kirgisien eine Welle ethnisch motivierter Gewalt ins Rollen. Mitarbeiter von Human Rights Watch waren vom 10. bis 22. Juni vor Ort in Süd-Kirgisien und dokumentierten Plünderungen, die Zerstörung zivilen Eigentums und durch Banden verübte Gewaltakte in den Städten Osch, Jalalabad und Bazar-Kurgan. Wenngleich zu den Opfern der Gewalt sowohl Kirgisien als auch Usbeken gehörten, waren usbekische Wohnviertel besonders schwer betroffen. Banden junger Kirgisen, viele von ihnen angeblich aus Vororten von Osch, griffen wiederholt Gebiete an, die mehrheitlich von Usbeken bewohnt waren. Fotos von Moises Saman für Human Rights Watch.