Türkei: Prozess gegen führenden Erdoğan-Gegner
Anklage folgt auf mehr als ein Jahr politisch motivierter Kampagnen
Die autoritäre und stark zentralisierte Präsidialregierung von Recep Tayyip Erdoğan hat die Menschenrechtsbilanz der Türkei um Jahrzehnte zurückgeworfen, indem sie vermeintliche Regierungskritiker*innen und politische Gegner*innen ins Visier nahm, die Unabhängigkeit der Justiz massiv untergrub und die demokratischen Institutionen aushöhlte. Die Türkei hat sich aus dem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) zurückgezogen und ist Gegenstand eines Vertragsverletzungsverfahrens des Europarats, weil sie ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nicht umgesetzt hat, in dem die Freilassung des inhaftierten Menschenrechtsverteidigers Osman Kavala angeordnet wurde. Die Türkei hat 3,7 Millionen syrische Geflüchtete und Asylbewerber*innen aus Afghanistan und anderen Ländern aufgenommen.
Anklage folgt auf mehr als ein Jahr politisch motivierter Kampagnen
Folter, Misshandlungen und gewaltsame Übergriffe bleiben ungeahndet
Behörden wenden Gewalt, Drohungen und Inhaftierungen an, um Rückkehr zu erzwingen
Gouverneur verlängert Einschränkungen über Ende des Ausnahmezustands hinaus
Türkei ist verantwortlich für das Handeln der türkischen Streitkräfte und ihrer Proxy-Truppen
Bei Erdogan-Besuch auch über Schutz von Zivilist*innen in Konfliktgebieten sprechen
Folter, Misshandlungen und gewaltsame Übergriffe bleiben ungeahndet
Erdogans Regierung verschärft Online-Zensur und geht rücksichtlos gegen Kritiker*innen vor
Anstieg der Abschiebungen nach Kabul
Risiko für Menschenrechte durch mangelnde Überwachung und Durchsetzung von Vorschriften
Durchsetzung von Schutzmaßnahmen und Gewährleistung der Rechenschaftspflicht dringend erforderlich