Die burmesische Regierung soll dringend die nötigen Schritte unternehmen, um die ethnisch motivierte Gewalt gegen die muslimischen Rohingya im Bundesstaat Arakan im Westen Burmas zu beenden. Zudem sollen die Angehörigen der muslimischen Rohingya wie auch die buddhistische Bevölkerung in Arakan Schutz und Hilfe erhalten.
Die thailändische Politik gegenüber Flüchtlingen im eigenen Land führt zu willkürlicher Behandlung und Menschenrechtsverletzungen, obwohl das Land bereits jahrzehntelang Erfahrung als Aufnahmeort für Millionen von Menschen hat.
Mehrere tausend ethnische Kachin-Flüchtlinge aus Burma sind in der chinesischen Provinz Yunnan isoliert. Dort besteht die Gefahr, dass sie wieder in die Konfliktregion zurückgeschickt werden; zudem fehlt dringend benötigte humanitäre Hilfe.
Die jüngsten Nachwahlen und andere Fortschritte in Burma sollen mit positiven Schritten von Seiten der EU beantwortet werden, nicht jedoch mit einer vollständigen Aufhebung der Sanktionen, so Human Rights Watch heute in einem Brief an die EU Außenminister. Ein EU-Treffen zu Burma ist für den 23. April 2012 angesetzt.
Die burmesische Regierung hat seit Juni 2011 im Zusammenhang mit den Kämpfen in Burmas nördlichem Kachin-Staat gravierende Menschenrechtsverletzungen begangen und humanitäre Hilfe für Zehntausende Flüchtlinge blockiert.
Die Freilassung Aung San Suu Kyis, der Anführerin der burmesischen Demokratiebewegung, soll der erste Schritt für Burmas Militärregierung sein, um über 2100 politische Gefangene freizulassen.
Die Militärregierung in Burma verstärkt die Einschüchterung der Bevölkerung im Vorfeld der Wahlen am 7. November. Die Wahlen sollen dem Regime ein Weiterregieren mit ziviler Fassade ermöglichen.
Die burmesische Regierung missachtet weiterhin grundlegende Freiheitsrechte und unterwirft Hilfsorganisationen unzulässigen Einschränkungen trotz bedeutender Fortschritte beim Wiederaufbau von Gebieten, die durch den Wirbelsturm Nargis vor zwei Jahren zerstört worden sind.
Zwei Jahre nach der brutalen Niederschlagung der friedlichen Proteste durch die Militärregierung müssen buddhistische Mönche in Burma immer noch mit Unterdrückung, Einschüchterung und hohen Haftstrafen rechnen.
Die Nachbarländer Burmas sollen das Militärregime auffordern, die systematischen Menschenrechtsverletzungen gegen Rohingya-Muslime zu beenden. Zudem sollen sie Flüchtlinge schützen, die in ihr Land kommen.