|
| 
|
Haftbedingungen für Frauen
auf Englisch

Die Hand eines Gefängniswärters ergreift das Gitterfenster einer schweren Eisentür, die zu einem der Trakte des Tatuape Frauengefängnisses in Sao Paulo, Brasilien führt. Ursprünglich als Jugendhaftanstalt geführt, wurde es wegen seiner unzureichenden Bedingungen geschlossen. Ohne zusätzliche Renovierung wurde es später als Frauengefängnis wiedereröffnet. © 1998 Cynthia Cox
|
Überall auf der Welt sind weibliche Häftlinge erniedrigender Behandlung, Belästigung und Folter durch Gefängniswärter ausgesetzt. Gefängniswärter sowie Strafvollzugsbeamte missbrauchen inhaftierte Frauen physisch und sexuell. Besonders gefährdet sind Insassinnen, die keinen Zugang zu Gerichten, Rechtsbeistand oder Kontakt zu ihren Familien haben. Dieser Missbrauch schließt
unsittliche Berührungen, den Gebrauch sexualisierter Sprache, Schläge,
unangemessenes Abtasten und Leibesvisitationen sowie Vergewaltigung ein
und ist beispielhaft für die krasse Ungleichgewicht zwischen
Wärter und Häftling - sowie zwischen Mann und Frau.
Inhaftierte Frauen in Pakistan berichten von
Schlägen, vom Aufhängen an Armen, die hinter dem Rücken
zusammengebunden werden, dem Einführen von Fremdkörpern (wie
Polizeiknüppeln und Chilischoten) in Vagina und Rektum sowie von
Gruppenvergewaltigungen. Trotz dieser alarmierenden Berichte werden
Polizeibeamte nur in Ausnahmefällen strafrechtlich verfolgt und
verurteilt. Gefängnisinsassinnen die von ihren Wärtern vergewaltigt werden, haben üblicherweise weder Zugang zu medizinischer Versorgung noch zu einer
gerichtsmedizinischen Untersuchungen, und können daher ihre Aussagen nur selten belegen. In den Vereinigten Staaten wird inhaftierten Frauen mit körperlicher Gewalt und dem
Entzug bestimmter Privilegien gedroht, falls sie das Fehlverhalten von Wärtern melden. So werden
inhaftierte Frauen eingeschüchtert und zum Schweigen gebracht; die zuständigen Behörden sind blind, die Täter kommen davon und der Missbrauch dauert an.
|
| 
|
|
|