Bauträger in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und westliche Kultur- und Bildungseinrichtungen haben sich verpflichtet, die Ausbeutung und den Missbrauch südasiatischer Wanderarbeiter zu beenden. Es bestehen aber noch immer Defizite beim Schutz der Arbeiter, die auf den Baustellen zum 22 Milliarden US-Dollar teuren Ausbau der Insel Saadiyat beschäftigt sind.
Die Einwanderungspolitik und Schutzlücken vieler Regierungen setzen Migranten Misshandlungen aus, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichtem Bericht im Vorfeld des Internationalen Tages der Migranten am 18. Dezember 2010. Die Misshandlungen schließen Arbeiterausbeutung, Gewalt, Menschenhandel, Misshandlungen in Haft und Ermordungen ein, dennoch machen die betroffenen Nationen kaum Anstalten, Gerechtigkeit herzustellen, sagt Human Rights Watch.
Tausende südasiatische Gastarbeiter, die an dem 27 Milliarden US-Dollar teuren Ausbau einer Insel in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) arbeiten, werden massiv ausgebeutet und missbraucht. In manchen Fällen kann sogar von Zwangsarbeit gesprochen werden. Arbeitsvermittlungsagenturen, Baufirmen und die repressiven Gesetze des Landes sind für diesen Missbrauch verantwortlich.
Die Vereinigten Arabischen Emirate erleben derzeit einen beispiellosen Bauboom. Die Regierung des Landes konnte jedoch schwere Verstöße gegen die Rechte der etwa 500 000 im Bausektor tätigen Migranten nicht verhindern, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht.