Sieben mutige und unermüdliche Verfechter der Menschenrechte werden im November 2011 mit dem renommierten Alison Des Forges Award for Extraordinary Activism ausgezeichnet.
Am 3. August beginnt in einem eigens eingerichteten Gerichtssaal in der Polizeiakademie von Kairo der Prozess gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak, seinen Innenminister Habib al-Adly und dessen sechs ranghöchste Sicherheitsbeamte. Mubarak und Adly werden beschuldigt, am 28. und 29. Januar die Tötung von Demonstranten der Demokratiebewegung angeordnet zu haben.
Der Oberste Militärrat in Ägypten soll sofortige Schritte einleiten, um während der Unruhen verhaftete Personen freizulassen, die Notstandsgesetze aufzuheben und sich klar zu einem Ende von Folter und Polizeigewalt zu bekennen.
Der Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak zeigt die Macht friedlicher Demonstranten, die sich gegen ein autoritäres Regime auflehnen, so Human Rights Watch. Mubaraks Rücktritt ist ein historischer Moment, der den Übergang zu einer die Menschenrechte respektierende Demokratie markiert, wenn der Oberste Militärrat, der die Macht übernommen hat, sein Versprechen hält, die Errungenschaften der Protestbewegung zu achten und zu schützen.
Die Rede des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak am 10. Februar 2011 hat nicht zur Lösung der Menschenrechtskrise beigetragen, die den öffentlichen Protest schürt.
Die ägyptische Regierung soll die offenbar koordinierten Angriffe auf Demonstranten der Demokratiebewegung beenden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, so Human Rights Watch. Bei den Übergriffen wurden bislang drei Menschen getötet und Hunderte verletzt.
Folter ist ein erhebliches Problem in Ägypten. Die Forderung nach einem Ende von Polizeigewalt hat ganz wesentlich zu den Massendemonstrationen beigetragen, die während des Wochenendes in ganz Ägypten stattgefunden haben.
In einer bislang einzigartigen Darstellung haben sechs führende Menschenrechtsorganisationen heute die Namen und weitere Angaben von 39 Menschen bekannt gegeben, die wahrscheinlich in geheimer US-Haft festgehalten worden sind und deren jetziger Aufenthaltsort unbekannt ist. Das Hintergrundpapier nennt zudem Verwandte von Verdächtigen, die ebenfalls in geheimen Gefängnissen festgehalten wurden, einschließlich Kinder im Alter von sieben Jahren.
Folter und Misshandlungen werden bewusst von der Bush-Regierung in ihrer Anti-Terror-Strategie eingesetzt. Dies belegen neue Beispiele aus dem vergangenen Jahr. Dadurch wird es erschwert, Menschenrechte weltweit zu verteidigen.