Am 3. August beginnt in einem eigens eingerichteten Gerichtssaal in der Polizeiakademie von Kairo der Prozess gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak, seinen Innenminister Habib al-Adly und dessen sechs ranghöchste Sicherheitsbeamte. Mubarak und Adly werden beschuldigt, am 28. und 29. Januar die Tötung von Demonstranten der Demokratiebewegung angeordnet zu haben.
Bei Angriffen auf die Protestbewegung im Jemen, bei denen im vergangenen Jahr in der umkämpften Stadt Taiz mindestens 120 Menschen getötet wurden, haben Sicherheitskräfte Krankenhäuser beschossen und gestürmt, Patienten mit vorgehaltener Waffe zum Verlassen des Gebäudes gezwungen und Ärzte geschlagen.
Die israelische Politik zur Wohnsitzwahl für Palästinenser hat dazu geführt, dass Tausende von ihnen nicht im Westjordanland oder im Gazastreifen leben und diese Gebiete nicht betreten oder verlassen können, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Israel soll unverzüglich damit aufhören, Palästinensern und Familienangehörigen mit engen Bindungen zum Westjordanland und zum Gazastreifen ihr Wohnsitzrecht zu verweigern oder zu entziehen.
Während der Proteste des Arabischen Frühlings haben viele Demokratien sich aus Rücksicht auf ihre Beziehungen zu repressiven Verbündeten nur zurückhaltend für die Menschenrechte eingesetzt, so Human Rights Watch heute anlässlich der Veröffentlichung des World Report 2012. Jede Regierung sollte sich aus prinzipiellen Gründen und im eigenen langfristigen Interesse entschlossen an der Seite der Menschen in der Arabischen Welt stellen, wenn diese ihre grundlegenden Rechte einfordern und für einen Übergang zu echter Demokratie eintreten.
Ehemalige syrische Soldaten haben 74 Kommandeure und Funktionäre namentlich genannt, die für Angriffe auf unbewaffnete Demonstranten verantwortlich sind, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. In dem Bericht werden die Namen von Kommandeuren und Amtsträgern des syrischen Militärs und der Geheimdienste genannt, die 2011 während der Proteste gegen die Regierung zahlreiche Tötungen, Folter und unrechtmäßige Festnahmen angeordnet, autorisiert oder stillschweigend geduldet haben sollen.
Die im Jemen weitverbreitete Kinderehe gefährdet den Zugang zu Bildung, schadet aber auch der Gesundheit der Mädchen und bewirkt, dass diese weiter als Menschen zweiter Klasse behandelt werden, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Die Regierung Jemens soll das gesetzliche Mindestalter für Eheschließungen auf 18 Jahre festlegen, um die Chancen für Mädchen zu verbessern und ihre Menschenrechte zu wahren.
Die Führung der iranischen Exil-Oppositionsgruppe Modschahedin-e Chalgh (Iranische Volksmudschaheddin, kurz MEK) und die irakische Regierung sollen ohne Einschränkung mit dem UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) zusammenarbeiten, so Human Rights Watch heute.
Die systematischen Menschenrechtsverletzungen gegen Zivilisten durch Sicherheitskräfte der syrischen Regierung in Homs sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Die Vergehen umfassen Folter und rechtswidrige Tötungen.
Die Journalistin und Menschenrechtlerin Sihem Bensedrine setzt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten für die Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen und den Schutz der freien Meinungsäußerung ein. Während der autoritären Herrschaft von Präsident Ben Ali, der Anfang 2011 nach mehr als 23 Jahren an der Macht gestürzt wurde, war Bensedrine wiederholt Opfer von Inhaftierungen, Verleumdungskampagnen, der Beschlagnahmung oder Zerstörung von Eigentum und der Verfolgung naher Verwandter, einschließlich ihrer Kinder.
Mit dem Ende von Muammar Gaddafis 42-jähriger Herrschaft über Libyen bietet sich dem Land die einzigartige Chance, einen Schlussstrich unter eine beispiellos lange Ära von Menschenrechtsverletzungen zu ziehen, so Human Rights Watch heute. Medienberichten zufolge wurde Gaddafi am 20. Oktober 2011 durch Truppen des Nationalen Übergangsrats (NTC) oder durch einen NATO-Luftangriff in seiner Heimatstadt Sirte verletzt und erlag kurze Zeit später seinen Verletzungen.
Viele der Parteien, die am 23. Oktober 2011 in Tunesien zur Wahl der verfassungsgebenden Versammlung antreten, fordern den Schutz grundlegender Freiheitsrechte. Sie widersprechen sich jedoch darin, wann diese Rechte eingeschränkt werden dürfen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Hintergrundpapier. Das Papier soll es den Wählern ermöglichen, ihre Entscheidung auf der Grundlage zu treffen, wie sich die Parteien zu den Menschenrechten positionieren.