Eine Mutter trauert gemeinsam mit ihrem Sohn um dessen Brüder, die bei einem Mörserangriff der syrischen Armee getötet wurden. Provinz Homs, 20. Februar 2012.
Die Euphorie des Arabischen Frühlings ist der ernüchternden Herausforderung gewichen, rechtsstaatliche Demokratien aufzubauen, so Human Rights Watch anlässlich der Veröffentlichung des World Report 2013.
Die syrische Luftwaffe hat wiederholt willkürlich, in einigen Fällen auch gezielt, Luftangriffe gegen Zivilisten durchgeführt. Diese Angriffe stellen schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht (Kriegsrecht) dar. Personen, die solche Verletzungen mit krimineller Absicht begehen, machen sich eines Kriegsverbrechens schuldig.
Der Einsatz von Streubomben in Wohngebieten durch syrische Regierungstruppen führt zu immer mehr zivilen Opfern, so Human Rights Watch. Nach erster Überprüfung vorhandener Informationen wurden mindestens 119 Gebiete in Syrien identifiziert, in welchen in den vergangenen sechs Monaten mindestens 156 Streubomben eingesetzt worden waren.
Die jemenitische Regierung soll die Todesstrafe für Jugendstraftäter nicht mehr verhängen und anwenden, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Präsident Abdu Rabu Mansour Hadi soll Hinrichtungsbefehle gegen drei mutmaßliche Jugendstraftäter, die auf ihre Hinrichtung warten, bei denen keine Berufung mehr möglich ist und die jeder Zeit hingerichtet werden können, umgehend aufheben.
Die Aufstände in der Arabischen Welt im Jahr 2011 haben eindrucksvoll gezeigt, wie das Internet die Medienfreiheit fördern kann, aber auch wie Regierungen es benutzen können, um Kritiker zu unterdrücken. Dasselbe Medium, das von Demonstranten zur Organisation von Protesten und zur Koordination der medizinischen Versorgung auf dem Tahrir-Platz genutzt wurde, diente der Regierung dazu, friedliche Meinungsäußerung zu unterdrüchen und Menschenrechtler zu identifizeren, um sie zu verhaften, zu schikanieren und sogar zu foltern.
Die Regierung der Autonomen Region Kurdistan im Norden des Irak soll umgehend die willkürliche Inhaftierung von Journalisten, Aktivisten und Oppositionellen beenden. Auch sollen Journalisten wegen Beleidigung oder Verleumdung öffentlicher Personen nicht verfolgt werden.
Die Euphorie des Arabischen Frühlings ist der ernüchternden Herausforderung gewichen, rechtsstaatliche Demokratien aufzubauen, so Human Rights Watch anlässlich der Veröffentlichung des World Report 2013.
Mädchen im Alter von gerade einmal acht Jahren werden in Marokko als Hausangestellte körperlich misshandelt und müssen für einen geringen Lohn hart arbeiten.
Neues Beweismaterial von Human Rights Watch zeigt, dass Milizen aus Misrata nach der Gefangennahme Muammar Gaddafis vor einem Jahr Dutzende Häftlinge hingerichtet haben. Die libyschen Behörden haben es bislang versäumt, den Tod des libyschen Ex-Diktators, seines Sohns Mutassim sowie Dutzender weiterer Personen im Gewahrsam der Rebellen untersuchen zu lassen.
Hunderttausende Arbeitsmigranten, meist aus Südasien, werden in Bahrain weiter ausgebeutet und missbraucht, obwohl die Regierung Reformen zu deren Schutz eingeleitet hat, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht.
Bewaffnete Oppositionsgruppen sind für die Misshandlung und Folter von Gefangenen und für außergerichtliche bzw. willkürliche Hinrichtungen in Aleppo, Latakia und Idlib verantwortlich, so Human Rights Watch nach einem Besuch im Gouvernement Aleppo.