Deutsches Filminstitut und Human Rights Watch laden zu Film und Diskussion ins Deutsche Filmmuseum ein
Datum und Uhrzeit: 
Mai 7, 2013
Standort: 
Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41, Frankfurt a.M.

Um Voranmeldung beim Deutschen Filmmuseum wird gebeten.

(Berlin, 23. April 2013) – Mit der Vorführung des dänischen Dokumentarfilms „Putin's Kiss“ und einer anschließenden Diskussion mit Europa- und Zentralasienexpertin Rachel Denber beginnt am 7. Mai 2013 eine Filmreihe, die das Frankfurter Human Rights Watch-Komitee in Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut DIF e.V. und dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt veranstaltet. Die Reihe soll Filmemachern ein Forum bieten, die mit engagierten Dokumentar- und Spielfilmen dazu beitragen, dass Menschenrechtsverletzungen nicht unbeachtet bleiben. Anschließende Diskussionen mit Regisseuren und Menschenrechtsexperten sollen die Zuschauer für wichtige Menschenrechtsfragen sensibilisieren.

„Es ist alles andere als selbstverständlich in einem Umfeld zu leben, in dem die Menschenrechte geachtet und geschützt werden“, so Wenzel Michalski, Deutschland-Direktor von Human Rights Watch. „Wo gegen die Menschenrechte verstoßen wird, sind wache Beobachter nötig, die Missstände erkennen, sie öffentlich machen und so dazu beitragen, dass sie behoben werden. Filmemacher übernehmen überall auf der Welt diese wichtige Funktion.“

Der Dokumentarfilm „Putin's Kiss“ portraitiert die junge Russin Masha, eine glühende Putin-Anhängerin und Mitglied der kremlnahen Jugendorganisation Nashi. Nach ihrer Begegnung mit dem oppositionellen Journalisten Oleg Kashin hegt die 19-Jährige erste Zweifel an den Positionen der Organisation. Nachdem Kashin von unbekannten Angreifern attackiert wird, muss Masha Stellung beziehen.

Im Anschluss an den Film stellt sich Rachel Denber, stellvertretende Direktorin der Abteilung Europa und Zentralasien bei Human Rights Watch, der Diskussion mit dem Publikum. Denber war jahrelang Leiterin des Moskauer Büros von Human Rights Watch und recherchierte unter anderem in Russland, Armenien, Aserbaidschan, Kasachstan und der Ukraine. Die Diskussion findet in englischer Sprache statt.

Die Veranstaltung beginnt am 7. Mai 2013 um 18:00 Uhr im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main und soll in Zukunft regelmäßig stattfinden.

„In verschiedenen Gesellschaften und politischen Systemen tragen Filmemacher dazu bei, dass Menschenrechtsverletzungen nicht im Verborgenen geschehen können“, so Michalski. „Da dies auch ein zentraler Bestandteil der Arbeit von Human Rights Watch ist, freuen wir uns, ihnen mit dieser Veranstaltung ein Forum bieten zu können.“

Zur Veranstaltungsseite des Deutschen Filmmuseums.