Direktorin des Deutschland-Büros von Human Rights Watch

Seit dem 1. September 2005 leitet Marianne Heuwagen das Deutschland-Büro von Human Rights Watch in Berlin. In dieser Funktion informiert sie einerseits die deutschen Medien über die Arbeit von Human Rights Watch, andererseits wirbt sie auch bei der Bundesregierung um Unterstützung für die Menschenrechtsanliegen der internationalen Nichtregierungsorganisation.

Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Bonn, abgeschlossen mit dem Staatsexamen, ging sie als post-graduate an die Stanford-Universität nach Kalifornien, wo sie einen M.A. in Communications erwarb.

Acht Jahre berichtete sie für die Rundfunkanstalten der ARD, Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung von der amerikanischen Westküste. In dieser Zeit beschäftigte sie sich häufig mit Fragen der Bürger- und Menschenrechte, berichtete über die Todesstrafe in den USA, befragte Gefangene in den Todeszellen und interviewte noch kurz vor seinem Tod den Begründer der American Civil Liberties Union, Roger Baldwin. 1978 zog sie von San Francisco nach Los Angeles, wo sie u.a. Marta Feuchtwanger kennenlernte, die Witwe des deutschen Schriftstellers Lion Feuchtwanger.

1986 kehrte sie als Berliner Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung zurück nach Deutschland. In den ersten drei Jahren ihrer Tätigkeit erlebte sie noch den Viermächte-Status in der geteilten Stadt, dann den Mauerfall und die Wiedervereinigung. Nach dem Umzug der Bundesregierung 1999 wechselte sie in die Parlamentsredaktion der Süddeutschen Zeitung.

Zehn Jahre war sie stellvertretende Vorsitzende der Berliner Pressekonferenz und engagierte sich ehrenamtlich im Kreis der Freunde der Villa Aurora, die mit Unterstützung der Bundesregierung das ehemalige Wohnhaus von Lion Feuchtwanger als Künstlerresidenz und Kulturdenkmal des Exils erhält. Seit 1998 ist Marianne Heuwagen Vorsitzende des Kuratoriums des Freundeskreises der Villa Aurora.

Beruflich wechselte sie im Dezember 2002 in die Zentrale der Süddeutschen Zeitung nach München, um dort die Gastbeiträge zu redigieren, bevor sie im September 2005 für Human Rights Watch nach Berlin zurückkehrte.