Indonesien lässt minderjährige Migranten und Asylsuchende einsperren und verwahrlosen. Jedes Jahr werden hunderte Kinder unter elenden Bedingungen festgehalten und oftmals auch geschlagen, ohne Zugang zu Anwälten. Andere sind auf sich allein gestellt und müssen sich ohne jegliche Hilfe um Essen und Unterkunft bemühen.
Afghanische Frauenrechtlerinnen laufen Gefahr, bei der internationalen Afghanistan-Konferenz am 5. Dezember 2011 in Bonn ins Abseits gestellt zu werden, so Human Rights Watch.
Milizen und Einheiten der von den USA gestützten afghanischen Lokalpolizei (ALP) sind für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich. Die Regierung jedoch überwacht diese weder ausreichend noch zieht sie die Verantwortlichen zur Rechenschaft, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht.
Die US- und NATO-Truppen sollen unverzüglich alle durch die am 25. Juli veröffentlichten US-Geheimdokumente bekannt gewordenen Vorfälle in Afghanistan untersuchen, bei denen es zu zivilen Opfern kam.
Die fortwährenden Angriffe auf Frauen durch die Taliban zeigen, dass den Frauenrechten bei politischen Abkommen mit Aufständischen höchste Priorität eingeräumt werden muss.
Acht Jahre nach dem Sturz der Taliban sind Frauen und Mädchen in Afghanistan weiterhin Opfer von Gewalt und Diskriminierung. Zudem haben sie oft keinen Zugang zu Justizwesen und Bildungsinstitutionen und sind als junge Frauen Opfer von Zwangsheirat.
Die Zahl der Todesopfer unter Zivilisten durch Luftangriffe der USA und der NATO in Afghanistan hat sich von 2006 bis 2007 fast verdreifacht. Dabei haben die jüngsten Luftangriffe das Problem noch verschärft und Ressentiments in der Öffentlichkeit geschürt.
Die Taliban sollen sofort alle Geiseln freilassen, forderte Human Rights Watch. Die jüngsten Entführungen und Geiselnahmen von mindestens fünf Afghanen, zwei Deutschen und 23 Südkoreanern und die damit verbundenen Morde sind Kriegsverbrechen.