Der am 4. Juni beginnende Prozess gegen den ehemaligen liberianischen Präsidenten Charles Taylor signalisiert eindeutig, dass niemand über dem Recht steht. Taylor wird wegen Kriegsverbrechen während des elfjährigen brutalen bewaffneten Konflikts in Sierra Leone angeklagt. Sein Prozess vor dem von der UN unterstützen Sondergerichtshof für Sierra Leone ist eine große Chance, um den Opfern der Gewalt Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Beim Treffen der EU-Außenminister am 15. Mai in Brüssel soll sich ein EU-Mitgliedstaat bereit erklären, den ehemaligen liberianischen Präsidenten Charles Taylor aufzunehmen, falls er vom Sondergericht für Sierra Leone verurteilt wird.