Indonesien lässt minderjährige Migranten und Asylsuchende einsperren und verwahrlosen. Jedes Jahr werden hunderte Kinder unter elenden Bedingungen festgehalten und oftmals auch geschlagen, ohne Zugang zu Anwälten. Andere sind auf sich allein gestellt und müssen sich ohne jegliche Hilfe um Essen und Unterkunft bemühen.
Tansanier mit dem höchsten Risiko einer HIV-Infektion werden häufig von der Polizei misshandelt und können meist nicht mit Hilfe rechnen, wenn sie Opfer eines Verbrechens werden, so Human Rights Watch und die Wake Up and Step Forward Coalition (WASO) in einem heute veröffentlichten Bericht.
Die Regierung des Südsudan soll Mädchen besser vor Kinderehen schützen, so Human Rights Watch in einem Bericht, der vor dem morgigen Weltfrauentag veröffentlicht wird. Die weitverbreiteten Kinderehen verschärfen die massive Bildungsungleichheit zwischen Jungen und Mädchen und tragen zur hohen Müttersterblichkeit bei. Zudem verletzen sie das Recht von Mädchen, vor Gewalt geschützt zu werden und nur dann zu heiraten, wenn sie in der Lage und bereit dazu sind, ihr freies Einverständnis zu geben.
Die Euphorie des Arabischen Frühlings ist der ernüchternden Herausforderung gewichen, rechtsstaatliche Demokratien aufzubauen, so Human Rights Watch anlässlich der Veröffentlichung des World Report 2013.
Mädchen im Alter von gerade einmal acht Jahren werden in Marokko als Hausangestellte körperlich misshandelt und müssen für einen geringen Lohn hart arbeiten.
Weiterverbreitete und systematische Tötungen und Verfolgungen durch Boko Haram, einer militanten islamistischen Gruppierung im Norden Nigerias, kommen höchstwahrscheinlich Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich. Sicherheitskräfte der Regierung sind ebenfalls an zahlreichen Übergriffen, auch an außergerichtlichen Hinrichtungen, beteiligt.
Mit dem Alison-Des-Forges-Preiszeichnet Human Rights Watch den Mut jener Menschen aus, die für die Würde und die Rechte anderer ihr Leben riskieren. Human Rights Watch arbeitet mit diesen engagierten Menschenrechtsverteidigern zusammen, um für eine Welt ohne Gewalt, Diskriminierung und Unterdrückung zu kämpfen.
Äthiopiens neue Führung soll sich nach dem Tod des Premierministers Meles Zenawi zum Schutz der Menschenrechte bekennen. Meles Tod wurde am 21. August von den staatlichen äthiopischen Medien bekannt gegeben.
Ein mutiger und unermüdlicher Menschenrechtsverteidiger wurde als Preisträger des renommierten Alison Des Forges Award for Extraordinary Activism ausgewählt, wie Human Rights Watch heute bekanntgab. Abbé Benoît Kinalegu aus der Demokratischen Republik Kongo ist ein führender Menschenrechtsverteidiger, der sich unermüdlich für die Rechte und die Würde anderer einsetzt. Zusammen mit vier anderen Gewinnern wird er anlässlich des jährlichen Human Rights Watch Dinners „Stimmen der Gerechtigkeit“, das in 16 verschiedenen Städten weltweit stattfindet, im November 2012 ausgezeichnet.